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Forschung

Planungs- und Koordinationsmechanismen

AgentCoPP liegen zwei innovative Planungs- und Koordinationsmechanismen zugrunde:

Hybride Projektplanungsmethode

Für die von den Agenten durchzuführende Projekt-Planung wurde eine Metastrategie entwickelt, der die Idee zugrunde liegt, verschiedene Lösungsverfahren der Projekt-Planung zu einem hybriden Gesamtverfahren zu kombinieren.

Diese Idee basiert auf folgender Überlegung: In der einschlägigen Literatur werden sogenannte intelligente Suchstrategien, wie z.B. Genetische Algorithmen, empfohlen. Diese berechnen gute Problemlösungen, indem sie den Lösungsraum, sprich die Menge aller Problemlösungen, systematisch „durchsuchen“. Bekanntermaßen ist die mit den jeweiligen Strategien erzielbare Lösungsqualität von dem zu lösenden Problem abhängig.

Um nun problemunabhängig eine hohe Lösungsqualität zu erzielen, werden in AgentCoPP verschiedene Suchstrategien kombiniert. Auf diese Weise soll eine Synergie und damit bessere, möglichst optimale Problemlösungen berechnet werden. Derzeit verfügt AgentCoPP über konstruierende Projekt-Planungsheuristiken sowie einen konfigurierbareren hybriden Genetischen Algorithmus.

Spieltheoretisches Zahlungsmodell

Zur projektübergreifenden Koordination der Projektressourcen führen die Agenten Verhandlungen über elektronische Marktplätze durch. Die besondere Neuerung besteht nun in dem entwickelten Verhandlungsmechanismus. Dieser kombiniert die hybride Planungs-Methode mit einer spieltheoretischen Anreizfunktion. So wird einerseits die hybride Planungs-Methode von den Agenten genutzt, um unter Einbezug der auf dem Marktplatz vorhandenen austauschbaren Ressourcen ihre Projektpläne zu optimieren.

Anderseits werden vorhandene Konfliktsituationen (zwei Agenten benötigen die gleiche Ressource zur gleichen Zeit) unter Nutzung aktueller Erkenntnisse aus der Spieltheorie, nämlich einer Anreizfunktion, gelöst. Diese sieht monetäre Ausgleichszahlungen in Abhängigkeit der gewählten Konfliktlösung vor. So erhält beispielsweise ein Agent einen monetären Betrag, wenn er auf eine Ressource zu Gunsten eines anderen Agenten verzichtet.

Die Ausgleichszahlungen werden nun derart festgelegt, dass sie für die eigennützigen Agenten einen Anreiz darstellen, im Sinne des „Gesamtwohls“ zu agieren, d.h. die knappen Ressourcen stets den Agenten zukommen zulassen, die damit den größten Nutzen erzielen können.

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